„Ich weiss nicht mal mehr, welche Fragen ich stellen soll“ – Wenn die KI-Dynamik Führungskräfte überfordert
Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz erzeugt bei vielen Berufstätigen einen stillen Druck. Drei Ansätze helfen, damit umzugehen.
Zwischen Erstarren und Aktionismus: Wie Führungskräfte den KI-Druck bewältigen können
Mittwochabend, 22 Uhr. Ein Geschäftsführer scrollt durch LinkedIn. Drei Posts über die KI-Revolution, ein Artikel über Jobverluste, eine Studie über Automatisierung. Er schliesst die App. Schläft schlecht. „Ich weiss nicht mal mehr, welche Fragen ich stellen soll“, sagte er kürzlich. Er ist nicht allein damit.
Die KI-Entwicklung hat ein Tempo erreicht, das selbst Fachleute kaum noch einordnen können. Beinahe täglich neue Durchbrüche, neue Tools, neue Szenarien. Dazu Handelskonflikte, geopolitische Verwerfungen, wirtschaftliche Unsicherheit. Was das mit Berufsmenschen macht? Es erzeugt einen stillen Druck – nicht den konkreten Druck einer Deadline, sondern das diffuse Gefühl, nicht mehr mitzukommen. Viele reagieren mit Erstarren oder blindem Aktionismus. Beides hilft nicht.
Was hingegen hilft, lässt sich in drei Punkten zusammenfassen: Erstens gilt es zu akzeptieren, dass niemand weiss, wohin die Reise geht – auch die «Experten» nicht. Zweitens sollte der Medien-Lärm bewusst dosiert werden. Nicht jede Schlagzeile verdient Aufmerksamkeit. Drittens lohnt es sich, den Fokus auf die eigenen Grundlagen zu legen. Wer sein Handwerk versteht, seine Abläufe im Griff hat und lernfähig bleibt, wird jede Veränderung meistern.
Die Frage ist nicht, ob sich die Welt verändert. Die Frage ist, wie wir damit umgehen.
